Dienstag, 28. Januar 2014

Luciah - Der Bachelor und Luciah renovieren




 Die beiden RTL-Bachelor 2013, 2012 Jan Kralitschka (links) und Paul Janke (rechts)
Fotoquelle: Facebook/jankralitschka


Luciah betrachtete ein Video.


Die Person im Video kannte Luciah. Luciah hatte über sie 2013 gebloggt  Später war daraus eine längere Geschichte entstanden ("Der Bachelor und der Elefant" -  bei der Autorin erhältlich).

Im November hatte Luciah dann mit dem RTL-Bachelor Jan Kralitschka das erste Mal direkten Kontakt. Während des RTL-Spendenmarathons am 21. November 2013 telefonierte sie mit ihm, spendete etwas für den guten Zweck und erzählte von ihrem Bericht über ihn im Blog und die Reaktion von RTL dazu. So weit, so gut.
Dann wurde er ein Leser der oben erwähnten Geschichte. Und das nur, weil sie ihm gesagt hatte, dass sie ihn eigentlich nicht so mochte. Das interessierte ihn.
Luciah freute sich und war dankbar fürs Gelesenwerden. Auch verstand er nicht, warum RTL Luciah von Facebookseiten gesperrt hatte. Nachgefragt hingegen hatte sie dort nie. Das war nicht ihre Art.

Nun stand wieder ein neuer Bachelor vor der Tür, der in der deutschen Medienlandschaft bekannt wurde. Platz schien ja für viele.

Aber was war eben mit Jan Kralitschka? Er hatte Verwandte in ihrer Nähe wohnen, so viel erzählte er. Als Model war er ein gutaussehender Mann. Er öffnete auch sein Haus und seine Werkstatt, wie man im Video sehen konnte.

Er war weiter medienpräsent und entwickelte sich persönlich immer mehr. Es wurde Luciah dennoch noch bei ihm noch nicht warm genug ums Herz.Vielleicht weil sie sich gar nicht kannten und die Distanz daher groß blieb, obwohl sie doch so viel über ihn aus den Medien erfahren konnte. Je mehr sie jedoch in der Presse über ihn las, desto mehr Respekt gesellte sich für seine Person hinzu.
Er war Vater, stolzer Hausbesitzer und arbeitete - wie früher es Luciah tat - in seinem Haus mit akribischer Genauigkeit und vielen handwerklichen Fähigkeiten. In seinem Spot auf seiner Webseite fuhr er ein Auto mit dem Kennzeichen aus Luciahs Heimatstadt. Seltsam. Wo er gar nicht dort wohnte. Vielleicht waren sie doch so etwas wie Seelenverwandte und ihr Kontakt "Schicksal". Bestimmt. Luciah war froh, dass er sich mit ihrer Lektüre auseinandergesetzt hatte.... Und weil es so war, fand Luciah noch eine kleine passende - eine etwas andere - Geschichte als die bisherige dazu:


Luciah renoviert

Sirmione, Lago di Garda, 28.8.2002, 14.43 Uhr

Luciah hatte schlecht geschlafen. Sie war am Morgen etwas müde aufgewacht, weil sie so viel geträumt hatte.

Ich hatte einen Traum. Ich renovierte ein Haus. Aber es war nicht mein Haus. Es war die alte Wohnung, aus der wir ausgezogen waren, weil sie mit den Kindern zu klein geworden war.

Luciah und Enrico hatten ein modernes Haus aus den Siebziger Jahren im Bungalowstil gekauft. Der Bungalow war einseitig angebaut. Enrico hatte er gefallen, weil er so verkehrsgünstig zu seiner Arbeitsstelle lag. Eine Tennisanlage befand sich im Ort und für die Kinder gab es im Wohnviertel einen Spielplatz. Im Hallen- und Freibad war man in zehn Minuten. So konnten die Kinder früh schwimmen lernen. 

Ich renovierte unsere leere alte Wohnung.
Ich strich die hohen alten Türen mit ihren Zierblenden in einem weißen Hochglanzlack auf Acrylbasis. Sie würden nie mehr vergilben. Ich kaufte neue Griffe. Diese runden Porzellaneier, wie man sie früher hatte und wie es sie heute noch in Frankreich gibt. Ich schliff die Lasur des Dielenbodens ab. Ich hatte keine Hilfe. Ich nahm eine neue Lasur, die Kirschbaumfarben war und lasierte den Boden stückweise. In den Ecken fing ich an; immer weiter zum Ausgang hin. Niemand war in der Wohnung. Sie war leer. Danach ging ich in ein Tapetengeschäft. Ich blätterte die Kataloge durch, aber ich fand nichts. 
Ich wollte zurück in die Wohnung.
Auf dem Weg begegnete ich Maler, die die Landschaft malten. Ich sah einen Maler, der saß vor zwei Bildern. Neben ihm saß seine Frau. Die Bilder zeigten, eine Seenlandschaft ohne Boot und eine Seenlandschaft mit Boot. Mir gefielen die Bilder.

„Ich malte es aus dem Kopf“.
„Aber ich verkaufe es nicht“, sagte er, als Luciah ihn nach dem Preis fragte. „Ich verkaufe nie meine Bilder. Man darf sie nur ansehen...“

Dann wollte ich nach Hause.
Ich fand die Wohnung aber nicht mehr.
Ich suchte und suchte.
Plötzlich stand ich vor meinem neuen Haus.

Ein Malermeister und sein Geselle waren darin und strichen den Flur. Die Nachbarskinder waren gekommen, um mit Leni und Kathi zu spielen. Die Nachbarin von gegenüber hatte Zwetschgenkuchen gebacken und mitgebracht. Die Nachbarin von oberhalb der Straße brachte Luciahs Katze heim. Sie hatte sich gefreut, daß der kleine Tiger seinen Weg zu ihr gefunden hatte. Der alte Mann aus dem Hause nebenan fegte gerade den Weg vor Luciahs Haustür.

Da bereitete Luciah den Tee zu,
gab den Kindern Limonade

und wusste, sie war zuhause.

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Peng!!! Und heute bekomme ich selbst Gänsehaut, wenn ich das lese...

Wer wissen will, warum, dem empfehle ich den ganzen Text

Der Bachelor und der weiße Elefant

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