Freitag, 18. November 2016

Luciah - Tag 2 - Hinauf zum IT-Gipfel



Aus aktuellem Anlaß. Endlich wird öffentlich, was hier ganz unten schon erwähnt wurde. Daten von Facebook wurden verkauft, um den Wahlkampf von Donald Trump zu unterstützen.
Den ersten Teil  "Digitale Welt" findet man beim Scrollen
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Außerdem brauchen die Menschen eine Orientierung, 
wenn die Welt neu vermessen wird.
Sigmar Gabriel
Saarbrücken, 17.November 2016



Vorneweg das erreichte ZIEL am Ende des Tages



Calliope. Über den gesprochen wird. Frauen für Frauen. Der Kongress ist fast zu Ende. Jetzt lernen die jungen Damen an der Akkreditierung, die ihren Job für die Entscheidungsträger zwei Tage gemacht haben, was in der kleinen Box steckt, die sie verschenken und wie frau damit einfach programmieren lernt. 


Tour 1: Der Morgen nimmt seinen Lauf

Tag zwei und Tag eins danach

Zur Erinnerung: Meine Luciah fährt seit 2002 in ihren Träumen mit ihrem Gott in seinem Ferrari durch die von ihm gemachte Welt.
So ist es möglich, die beiden Morgen zusammenzufassen und ein Ziel zuerst zu erreichen ;-) 


Tour 2: Die Fahrt ins Saarland


Der dritte Morgen fängt hier zuhause mit einem Check der Medien an. Viel ist am Vortag passiert.

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Luciah hatte sich Zeit gelassen und Sundar Pichai, den Googlechef am frühen Morgen im IT-Gipfelcamp -verpasst.

 Wichtig war man selbst, das schien sie gerade zu lernen,  egal, was draußen um sie herum stattfand. Hatte sie Zeit für sich am Morgen, war sie abends länger fit. Ein spannender Tag versprach es zu werden. Sie freute sich auf Peter, ihren Freund aus dem Fairen Handel, der hinzukommen wollte. Er würde seine ITNager - fairgehandelte Computermäuse -  aus nachhaltig gewonnenen Rohstoffen zeigen. Sie ruhte heute morgen in sich.  Sie hatte das Bild von Roberta und sich in ihrem Blog und dann auf FB gepostet. Es gefiel. Irgendwie war es wichtig, dass der Tag zuvor nicht hektisch für sie war. Sie nahm sich ein Beispiel daran, auch dem heutigen Tag von ihrer Einstellung her so zu begegnen. Ihre Botschaft im Zebra-T-Shirt mit Cotton made in Africa sollte heute eine etwas andere sein. Einbringen wollte sie sich schließlich. Und erleben wollte sie was.... 
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Luciahs Putzhilfe war da und Besuch aus der schon meist etwas betagten Nachbarschaft. Sie zeigte, was sie vom Kongress mitgenommen hatte und erntet Erstaunen gepaart mit etwas Kopfschütteln. Das musste nochmal fundiert und diskutiert werden. 
Die Kindermaschine Roberta war heute mit dem Googlechef Sundar Pichai groß in der lokalen Zeitung und es begann ein weiteres Kennenlernen der digitalen Welt in Luciahs direkter Umgebung...



Roberta fährt vor, Begegnung mit Laundy Hero, zum Schluß blinkt der Calliope 


Tour 3: Fahrt durch das reale Saarbrücken

Später bei ihrer Ankunft wird sie einen Parkplatz suchen müssen, überall Polizei. Das halbe Kabinett der Bundesregierung scheint mit seinen Ministern auf dem Kongress vertreten zu sein. Angela Merkel spricht über den Bildschirm im IT-Gipfelcamp, als sie ankommt. 



Tour 4: Verweilen im IT-Gipfelcamp

Das Camp ist eine erstmalige Einrichtung neben dem Kongreß für die Bürger, damit sie sich vor Ort informieren und an dem Digitalisierungprozess auch so beteiligen können.
Es wird viel gearbeitet und gefilmt. Auch die Saarblogger erzählen Wissenswertes von ihrer Arbeit und dem Kongress, sprechen Themen an wie die digitale Hochschule und ihre Fachgebiete u.a. die Religionspolitik.

 

Peter ist sehr engagiert und erstellt eine informative Videoanimation von seinen Mäusen. An der Uni wird gleichzeitig das Fairphone, das faire Telefon, präsentiert.

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Hervorragende Kürbiscremesuppe und Apfelkuchen vom Blech werden serviert. Im Saarland wird einfach gut gess'. Fleißige Hände sorgen dafür.


Tour 5: Zugluft draußen vor der Tür

Aber den Kaffee wollen Peter und Luciah lieber in der frischen Luft am Saarlandstand bei Glückskeksen trinken. Ist er auch fairgehandelt? Beide entscheiden sich für den zertifizierten Tee.
 Die Frau am Kaffeestand erzählt, wen sie heute alles gesehen hat. Der Bundesinnenminister Lothar de Maizière fährt gerade ab. Und dann beginnt Luciah, es auch ohne Akkreditierung zu wagen... Einfach jetzt zu fragen. Sie ist Bloggerin, schließlich ist sie seit zwei Tagen im Camp und der Kongress geht bald zu Ende... Sehr strenge Sicherheitskontrollen werden gemacht. Aber das  menschliche Verständnis für den Einlasswunsch gewinnt die Oberhand.


Tour 6: Entdeckerreise im Lernpark auf dem Kongress

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So und jetzt hat Luciah keine Zeit mehr zum Schreiben, soll kochen, später die Kinder von der Schule abholen. Viele Videos werden jetzt auch erst bearbeitet und dann ins Netz gestellt. Es ist der Tag eins danach. Der fertige Beitrag wird erst später im Netz zu lesen sein. Noch können die Blog-Benutzer Teil 1 lesen. Auch wenn es für manchen Experten nicht viel neues bringt. Er kann ihn ja überfliegen ;-)

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Hier folgen Beitrag und Bilder am Montag...

"Lernen und Handeln in der digitalen Welt" 
Motto des IT-Gipfels



Christina (links) und Miriam, die Miterfinderinnen von Laundry Hero. Mehrere SchülerInnen (siehe Video oben) kamen mit ihrer Idee am ersten Tag in den Lernpark und entschieden sich für eine Programmierung, die mithilfe einer zusammengelöteten Platine hilft, die Feuchtigkeit der Wäsche zu messen und anzuzeigen. SMS-Nachrichten dann verschickt, wenn die Feuchtigkeit ansteigt und Regen im Garten bevorsteht. Eine tolle Idee. 


Der Wäscheheld


Quelle: BMWi.

Das Pflanzenprojekt der #youngthinkers von SAP wurde Luciah von Frau Jadga Huegle vorgestellt. Die dahinterstehende einfache Programmiersprache ist Scratch, das die Jugendlichen das Coding für die Boards beibringt, also wie man die Platine und die ausgehenden Sensoren in einfachen Blöcken programmiert, damit sie wie in diesem Fall, die Bodenfeuchtigkeit messen, Angaben zum Licht und der Temperatur machen.
Das zugehörige Programm zeigt die Werte auf dem Bildschirm an und ggf. die Änderung der Werte, wenn sich die Grunddaten ändern. Z.B. der Boden ist zu trocken, man gießt, der Wasserhaushalt der Pflanze ist wieder in Ordnung. Im zweiten Schritt wäre eine automatisierte Gießkanne angeschlossen an die Pflanze. Diese gießt automatisch bei Wassermangel.



Der Feuchtigkeitsfühler, der im Boden steckt und dort den Wassergehalt misst.





Luciah, die nicht an den Vorträgen des Kongresses teilnehmen konnte, hört und sieht im Netz einige an diesem Montag Morgen nach....

Sigmar Gabriel spricht in der Pressekonferenz zu "Individuellen Veränderungen" und dass "Bildung mehr ist als Kognition"

Luciah fühlt sich vom Bundeswirtschaftsminister irgendwie angesprochen. Worüber hatte sie denn selbst mit Jadga, der jungen SAP-Mitarbeiterin, die das Projekt vorgestellt hatte, gesprochen?

"Ich bin ganz bei Ihnen", sagte die junge Programmiererin zu Luciah. Luciah gefiel die praktische Entwicklung für Zuhause, auch wenn es doch noch etwas befremdlich war. Enrico benutzte das verbrauchte Wasser vom Salatputzen, damit die Geranien auch im November noch blühen konnten. Aber gar nicht mehr selbst gießen? Wenn die Pflanze z.B. am Schreibtisch stand. Nahe war. Keinen Boden mehr fühlen? Nicht mehr aufstehen können und zum Wasserhahn gehen. Überlegen, hat die Pflanze genug Wasser? Keine Pause mehr. Digitalisiert eben...

Die Programmiererin unterstrich die Bedenken Luciahs. "Das wäre dann für den Urlaub". Ja, und Luciah fiel eine Pflanze bei sich im Garten ein, wo sie sich unsicher mit dem Gießen war. Da wäre so ein Überwachungssystem gut. Oder, wenn sie sich überlegt hatte, eine schöne, aber sehr empfindliche Pflanze oben unerreichbar auf den Schrank zu stellen.  Auch in der Landwirtschaft half das System den vermessenen Boden zielgenau zu bewässern.

"Menschen stärken, Sachen klären".

Luciah war ganz bei Sigmar Gabriels "Rede" irgendwie gewesen. 




Als anderes Beispiel war diese Minimaschine zu sehen. Als Spielerei ohne gezielten Hintergrund weiterentwickelt. Ohne ein Problem dahinter, war er erfunden worden.. Jetzt war die Maschine da, man konnte mit ihr spielen (Video).Peter gefiel der zuschnappende Roboter gut. (;-))  Es war sinnvoll, denn die jungen Menschen konnten selbst damit programmieren und früh für das spätere Berufsleben an automatisierte Betriebsprozesse und Maschinen herangeführt werden. 

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Am Abend wird ihr Mann Enrico erzählen, dass er dem Bundeswirtschaftsminister eine Frage in der Pressekonferenz stellte. Was für ein Gefühl. Auch wenn Sigmar Gabriel nur ausweichend zur Digitalisierung von Schulbüchern auf Kosten der Printverlage antwortet...Enricos Frage hat den Raum gefüllt, die Presse schreibt mit.

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Tour 7: Zurück in den Alltag

Als Luciah nicht über den Kongreß schreibt und ihren Alltag verrichtet, kommen ihr allerlei Gedanken, die sie gerne mal vorstellen würde. Diese Gedanken sind existenzieller Art, sie ordnen das Erlebte in ihr gesamtes Leben ein. Wie schnell z.B. kann sich ein Einzelner durch die Wahrnehmung von Neuem verändern? "Es geht viel zu schnell", sagen zwei ältere Mitbürger im Gipfelcamp. Und so kristallisiert sich nach  Diskussion mit Freunden, der Familie und den Bekannten am Abend des Tages eins danach etwas heraus:


Zielgerade in Sicht

Was werden wir eines Tages unseren Kindern und Enkelkindern sagen, wenn sie uns fragen müssten: Wie konntet Ihr zulassen, dass die Digitalisierung und Automatisierung eine solche ÜBERHAND in unserem Leben genommen hat? 

Wie weiterfahren?
Was ANSTEUERN?
Was jetzt tun und täglich entscheiden?
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Und auch wichtig: Wer fährt mit wem? 
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Parken

Schluß für eine Weile hier mit dem zeitnahen Bloggen. Damit mehr Raum fürs Leben und die anderen Aufgaben bleibt. Und für meinen eigenen Calliope. Und Peter würde ihn gerne aus Fairen Materialien produziert sehen...Danke Peter für den Hinweis. (Bericht dazu folgt)




Danke an alle Mitwirkenden (und Leser.) Mir kommen dabei Martin Luthers Worte in den Sinn: 'Tritt fest auf, mach's Maul auf, hör bald auf.'  Ihr ward alle so wunderbar informativ für mich. Ihr habt es drauf. Ich wünsche mir, dass jeder von Euch abundzu über den eigenen Tellerrand (!) hinauslenkt und immer wieder diskutiert und gegebenenfalls probiert, was so in anderen Töpfen brodelt.


Coming to see a beautifully different new world. 
And moving to one world.

Heike Zimmermann 



Weiterführende Links und Statements



IT-Gipfel – Nach der Show ruft die Pflicht: Digitalpakt umsetzen!
Damit die auf dem IT-Gipfel in Saarbrücken mehrfach angekündigte bessere IT-Ausstattung der Schulen nicht zur Luftnummer wird, müssen die mit dem Digitalpakt versprochenen Milliarden auch schleunigst in Richtung Länder und Kommunen fließen. Als Ausrichter des IT-Gipfels steht die saarländische Landesregierung jetzt in der Pflicht gemeinsam mit den anderen Ländern und dem Bund ein Gesamtpaket aus Schulsanierung, Schulsozialarbeit und digitaler Ausstattung zu schnüren. Dabei darf es nicht nur um die Ausstattung mit WLAN und Tablets gehen. Notwendig ist auch eine pädagogische Debatte um Chancen und Risiken der Digitalisierung.
„Die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht wiederholt werden. Wir warnen davor, Schulen öffentlichkeitswirksam auszustatten, die Lehrkräfte dann aber mit der Wartung und Erneuerung im Regen stehen zu lassen. Schulen brauchen verlässliche Unterstützung durch IT-Fachkräfte“ mahnte Thomas Bock, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland.
Äußerst kritisch betrachtet die GEW die im Landeskonzept Medienbildung für die Ausstattung der Schulen vorgesehenen öffentlich-privaten Partnerschaften. Der öffentliche Bildungsbereich darf sich nicht in Abhängigkeiten privater Unternehmen der IT-Branche begeben.
Zudem macht die GEW darauf aufmerksam, dass sich auch im Bildungsbereich die Erwartung breit gemacht habe, dass Beschäftigte immer erreichbar sein müssten. Diesen Wildwuchs gilt es durch entsprechende Dienst- bzw. Betriebsvereinbarung schleunigst zu beseitigen. „Menschen, die nicht von der Arbeit abschalten dürfen, werden krank“. so der GEW-Landesvorsitzende.
Quelle GEW Saar






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21.11.2016 Cyber Monday

Heute habe ich zum ersten Mal gemerkt, wie öffentlich so ein Blog ist und auf welche Menschen man dabei trifft, die anders oder weiterdenken als ich. 
Es war nicht meine Absicht hier die Calliopeeinführung in den Schulen zu diskutieren. Es ging und geht immer um meine persönlichen Einsichten. Aber ich bin berührt und etwas aufgeklärt worden von einer Lehrerin über Schule und Digitalisierung und werde weitere – kritische - Links hier  aufnehmen. Und mitüberlegen.
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12.Dez.2016
!Achtung Geisterfahrer!

Hier wird von mir ein hochbrisanter aktueller Bericht über die Nutzung personalisierter Daten z.B. im Trump-Wahlkampf VORANgestellt. Wollen wir das so?



Es sollte diskutiert werden. Weitere Anmerkungen folgen

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Eine kleine Meldung von mir für den Anfang mit der Calliopemini-Programmierung

23.3.2017 Solange hat es gedauert bis ich meinen Calliopemini tatsächlich ausprobiert habe, nachdem ich diese Informationen (s.u.) heute bekommen haben. Es war wirklich nicht schwer mit dieser Anleitung, hat nicht lange gebraucht und Spaß gemacht.

Calliope mini via Facebook
Wir sind ziemlich begeistert über das erste "richtige" Schulmaterial, das heute auf der Seite des LPM freigeschaltet wurde. Darauf haben viele gewartet. https://www.lpm.uni-sb.de/typo3/index.php?id=5892(sn)


Und mein Calliopemini zeigt deshalb jetzt ein Herz und einen Text an, leuchtet und spielt "Alle meine Entchen". Genug fürs erste.


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